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Gläubig werden und stets neu glauben

Liebe Geschwister, liebe Leser

In Apostelgeschichte 16,30 stellt der Kerkermeister eine entscheidende Frage: „Ihr Herren, was muss ich tun, dass ich gerettet werde?“ Diese Frage ist der Anfang des Glaubensweges, der nicht mit einem einmaligen Entschluss endet, sondern in ein Leben des beständigen Glaubens führt. An Christus gläubig werden ist der erste Schritt zur Errettung der Seele; stets neu glauben ist eine tägliche Praxis, durch die der Glaube bewährt wird und dabei ständig wächst.


Was heißt gläubig werden?

Das Wort Glaube ist keine unsichere Vermutung wie es heute fälschlicherweise im deutschen Sprachgebrauch angewandt wird. Die Bibel gibt in Heb. 11,1 die deutlichste Erklärung zu diesem Wort: „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.“ Gläubig werden heißt also, den Inhalt der Bibel als unerschütterliche Tatsache anzunehmen.


Und was gibt die Bibel als Antwort auf die Frage des Kerkermeisters? Apostel Paulus spricht zu ihm: „Glaube an den Herrn Jesus Christus, so wirst du gerettet werden, du und dein Haus!“ Hierbei ist eines zu beachten. Nicht jeder Glaube rettet; nicht jede feste Überzeugung

bringt uns in den Himmel. Entscheidend ist der Glaube an Jesus Christus als den einzigen Retter. Dieser Glaube führt zur Annahme des Erlösungswerks, durch diesen Glauben schenkt Gott uns die Wiedergeburt, in diesem Glauben lassen wir uns Taufen und werden

in die Gemeinschaft der Erlösten aufgenommen. Stets neu glauben — eine tägliche Prüfung

Gott beim Wort zu nehmen, ist jedoch kein einmaliges Ereignis. Es gehört zum Leben eines Christen dazu, dass der Herr den Glauben durch Umstände des Lebens oder Anfechtung auf seine Treue und Echtheit hin prüft. Weiß ich heute, wie fest und standhaft mein Glaube ist?


Der Apostel Petrus sprach einmal voller Selbstvertrauen: Herr, ich bin bereit, mit dir ins Gefängnis und in den Tod zu gehen! Sind wir nicht auch so fest von unserem Glauben überzeugt?

Ja, das sollten wir sein! Doch wie bitter war es Petrus ergangen, als sich sein Glaube im Schmelztiegel der Anfechtung nicht bewährte. Vor den Worten einer einfachen Magd verleugnete er aus Furcht seinen geliebten Herrn. Unerwartete Umstände können auch unseren Glauben schnell ins Wanken bringen. Die Wort Jesu zum Obersten der Synagoge sollen uns heute ermutigen: „Fürchte dich nicht. Glaube nur.“


Glaubenshelden als Vorbilder

Die Glaubenshelden der Schrift wurden nicht durch Bequemlichkeit groß, sondern durch beständiges Vertrauen: Sara glaubte der Verheißung und Abraham zählte darauf, dass Gott imstande ist Unmögliches möglich zu machen. Solche Beispiele zeigen, dass Glaube durch wiederholtes Vertrauen und Gehorsam geformt wird. Praktisch heißt das für uns: jeden Tag die Verheißungen Gottes lesen, sie persönlich annehmen und den Glaubenskampf führen. Erinnere dich Täglich an den Bund der Taufe den du im Glauben mit dem Herrn geschlossen hast und lebe bewusst in diesem Bund.


Fazit: Gläubig werden ist der Anfang; stets neu glauben ist der Weg. Beides ist Heilsnotwendig. Wer den Weg des Glaubens geht, wächst in der Heiligung, erfährt was Vergebung heißt und bleibt beständig in der Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Glauben bedeutet mehr als eine einmalige Überzeugung. Glaube ist gelebte Treue gegenüber dem, der verheißen hat und dessen Zusagen gewiss sind. Der Herr segne uns in unserem Glaubensleben.

Artur Weiss

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