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Wissen und Weisheit

Hebräer 13,8 Jesus Christus ist derselbe, gestern und heute und auch in Ewigkeit.

„Wissen“ prägt den heutigen Menschen und die Beziehung zwischen den Menschen. Gleichzeitig ändert sich das Wissen so schnell wie nie zuvor. Zwischen 1800 und 1900 hat sich das Wissen der Menschheit etwa verdoppelt, zwischen 1900 und 2000 etwa verzehnfacht. Im Minutentakt entsteht heute irgendwo auf der Welt neues Wissen über medizinische Verfahren, physikalische Zusammenhänge, chemische Formeln. Die hohe Geschwindigkeit der Wissensentwicklung bedeutet zugleich, dass Wissen mit nie zuvor gekannter Geschwindigkeit veraltet und überholt ist.


In der Wissensgesellschaft breitet sich Wissen so schnell aus wie nie zuvor. Was heute entwickelt wird, kann man binnen weniger Tage im Internet finden. Nachrichten verbreiten sich in Minuten um die ganze Welt. Kaum noch eine Diskussion im Freundeskreis, in der nicht schnellstens die Fakten im Internet geklärt werden. Auf meiner Arbeit diskutierte ich mit meinem Kollegen über einen Arbeitsvorgang, bis ein Kollege dazu kam und sagte „Schaut doch mal im Internet nach der Bedienungsanleitung und macht es richtig“. Schnell war die Sache geklärt.


Das Problem der Wissensgesellschaft ist, dass die Menschen in der Flut der Information die Orientierung verlieren. Sie wissen eine Unmenge, aber sie können das Wissen nicht einordnen. Sie sind so beschäftigt damit, immer neue Informationen abzurufen, dass sie keine Zeit mehr haben, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, über Zusammenhänge nachdenken, Schlussfolgerungen zu ziehen für ihr Leben. Den Menschen von heute ist es wichtiger auf dem neuesten Stand zu sein, als die Frage, ob das, was sie tun, glücklich macht. Wissen ist eben nicht dasselbe wie Weisheit. Weisheit im biblischen Sinn ist die Kunst, ein glückliches und erfülltes Leben zu führen. Ein solches Leben braucht einen Fixpunkt, der Orientierung gibt, der ermöglicht, Gutes von Bösem zu unterscheiden und die Dinge um uns herum richtig einzuordnen. Man benötigt einen gewissen Anker in der Zeit, an den man sein Leben festbinden kann.

JESUS CHRISTUS möchte der Fixpunkt unseres Lebens sein, der Anker, an dem wir uns festbinden können. Wir lesen im Hebräerbrief „Jesus Christus ist derselbe, gestern und heute und auch in Ewigkeit“. Wir können Jesus sicher vertrauen und wissen, dass er sich niemals verändern wird. Er bleibt immer derselbe, egal wie sich die Welt verändert. Dazu muss man Jesus kennenlernen, sich mit ihm, seinem Leben und seinem Wort beschäftigen, ihm Zeit widmen und sich auf ihn einlassen. Ich möchte uns dazu einladen, das zu tun: Greifen wir ganz altmodisch zur Bibel, nehmen uns Zeit und lesen von Jesus Christus. Wer sich die Zeit nimmt, in der Bibel von Jesus zu lesen, findet nicht die neuesten Informationen, aber Weisheit zum Leben. Gott segne euch dabei.

Amen.



Maxim Walich

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